Allergie und Diagnose

Bei einer allergischen Reaktion reagiert unser Immunsystem überschießend auf Stoffe aus unserer Umwelt, wie zum Beispiel auf Hausstaubmilben oder Pollen.

Allergische Reaktionen können sich als Schnupfen, Augenentzündung, Husten mit oder ohne Atemnot, Hauterscheinung mit Juckreiz, Magen- und Darmproblem und im schlimmsten Fall als anaphylaktischer Schock darstellen. Bei einer Anaphylaxie reagiert der gesamte Körper, bei Nichtbehandlung kommt es Kreislauf- und Herzstillstand.

Allergiediagnostik

Anamnese, Eigen- , Familien- und Berufsanamnese

Typ I Allegie (IgE)
Hauttestungen von Inhalationsallergenen.
Die in Frage kommenden Allergene werden auf die Haut aufgebracht und mittels Prickung, Intracutantestung, Scratchen oder Reiben in die Haut eingebracht. Bei positiver Reaktion entstehen innerhalb weniger Minuten Quaddel auf der Haut.
Blutuntersuchung auf allergenspezielle IgE-Antikörper.
RAST-Untersuchung nach Hauttestung.

TYP IV Allergie ( Kontaktallergie)
Hauttestung von Kontaktallergenen.
Die Allergene werden mittels Spezialplaster auf den Rücken geklebt, die Reaktionen nach 24, 48 Stunden abgelesen. Positive Reaktionen erzeugen hier juckende Haut-Erossionen.

Typ III Allergie (Nahrungsmittelunverträglichkeit)
Blutuntersuchung auf IgG 1-3-Antikörper.
Auslöser der Typ III Allergie/Nahrungsmittelunverträglichkeit sind Immunkomplexe. Allergene werden von IgG 1-3 Antikörper als körperfremd markiert. So entstandene Antikörper-Antigen-Immunkomplexe im Organismus versucht der Körper abzubauen. Dabei werden Enzyme freigesetzt, die zu entzündlichen Reaktionen im Körper führen.

Diese Reaktion kann erst gestoppt werden, wenn die entsprechenden Nahrungsmittel nicht mehr konsumiert werden.

Typ III Allergien werden im Blut durch spezialisierte Laborinstitute bestimmt.
Dieser Allergietyp kann zu unterschiedlichen Symptomen führen. Hauterkrankungen wir Akne, Ekzeme und Psoriasis vulgaris, entzündliche Darmerkrankungen und Verdauungstörungen, Übergewicht, Bluthochdruck, Arthritis und andere rheumatische Erkrankungen können hier ihren Ursprung habe.
Die Nahrungsmittelunverträglichkeit tritt häufig im Zusammenhang mit weiteren Grunderkrankungen auf. Eine umfangreiche Anamnese und differenzialdiagnostische Kenntnis der komplexen Zusammenhänge sind hier besonders wichtig.
Auslöser für die Typ III Allergie (Nahrungsmittelunverträglichkeit) können unter anderem sein:

  • primäre Laktose – oder Fruktose-Intoleranz,
  • reduzierte Darmflora,
  • schwerer Darmpilzbefall,
  • Enzymmangel,
  • erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut,
  • Umweltgifte,
  • schwere Fehernährung,
  • zu früher Kontakt mit Fremdeiweißen,
  • genetische Bereitschaft.

Laboruntersuchungen zur Typ III Allergie ( IgG 1-3) gehören nicht zu den Kassenleistungen. Die anfallenden Kosten sind Igel-Leistungen und vom Patient zu tragen.

Allergiebehandlung

Bei bekannten Allergenen sollten die Verursacher ( z. B. Nahrungsmittel, Hausstaubmilben ) vermieden oder reduziert werden. Viele Allergene kommen jedoch überall vor, sodass eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist.

Die jeweiligen Behandlungsmöglichkeiten sollten immer erst einem ärztlichen Beratungsgespräch geklärt werden, auch wenn ein Teil der Medikamente frei verkäuflich ist.

Allergien werden oft nach dem Motto „jeder hat doch eine Allergie“ unterbewertet, gar nicht oder falsch behandelt. Werden allergische Erkrankungen nicht behandelt, dehnen sie sich im Körper aus. Aus einer allergischen Rhinitis wird dann ein Asthma bronchiale. Dieser Vorgang wird in der Medizin als Etagenwechsel bezeichnet.

Eine Behandlung von Kindern und Jugendlichen sollte nicht ohne ärztliche Beratung vorgenommen werden. Eine andauernde, chronische Auseinandersetzung mit Allergenen ist für den Organismus sehr anstrengend. Kinder und Jugendliche im Schulalter sind dadurch häufig in ihrer Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt. Gerade in Stress-Situationen, wie Abiturprüfungen können bspw. Gräserpollen-Allergiker nicht ihre volle Leistungsfähigkeit abrufen, was sich negativ auf den Benotung auswirken kann.

In der Schulmedizin werden in der Therapie Medikamente und die Hyposensibilisierung eingesetzt. Bei der Hyposensibilisierung wird das verantwortliche Allergen in geringen Dosen in regelmäßigen Abständen dem Körper zugeführt, damit das Immunsystem spezielle Antikörper bilden kann.
Die Therapie muss mindestens drei Jahre lang durchgeführt werden, damit ein Etagenwechsel der Allergie verhindert werden kann.

Die Hyposensibilisierung kann oral in Form der Verabreichung von Tabletten oder Tropfen erfolgen oder durch Durchführung einer Therapie mittels Anwendung von Spritzen.
Im Bereich der Naturheilverfahren (Igel-Leistungen ) kommen in meiner Praxis zum Einsatz:

  • Homöopatische Behandlung
  • Akupunkturbehandlung mit Nadeln oder Laser
  • Kinesiologische Behandlung
  • Bioresonanztherapie

Weitere Informationen

Pollenflugkalender und App unter pollenstiftung.de.
Umfassende Informationen über die Schimmelpilzallergie unter daab.de