Badekur

Die ambulante Badekur wird auch „offene Badekur“ genannt und ist als Vorsorge- und Rehabilitationskur die „klassische“ Badekur. Jedes Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse kann diese Art der Kur in Anspruch nehmen, ebenso mitversicherte Familienangehörige.

Beantragt wird die Kur über Ihre Hausärztin / Ihren Hausarzt, das Antragsformular erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse. Ambulante Vorsorge- und Rehabilitationskuren haben eine Begrenzungsdauer von drei Wochen. In seltenen Fällen kann eine Verlängerung von der Kasse genehmigt werden.

Die Arztkosten werden von der Kasse voll übernommen. Für Kurmittel und Anwendungen muss ein Eigenanteil von 10 Prozent gezahlt werden. Die Sozial- und Überforderungsklausel ( Befreiung ) findet hier ihre Anwendung: Kinder unter 18 Jahren müssen keine Zuzahlung leisten.

Ambulante Kuren werden mit einem Mindestabstand von drei Jahren genehmigt.

Für Fahrt und Unterkunft, Verpflegung und Kurtaxe werden täglich 13 Euro Zuschuss gewährt. Bei Kindern mit chronischen Erkrankungen beträgt der Zuschuss 21 Euro und die Begrenzung der Kurdauer auf drei Wochen entfällt.

Mitglieder der privaten Krankenkassen haben einen Anspruch auf die genannten Kurleistungen, wenn sie einen Tarif abgeschlossen haben, der diese beinhaltet. Für Beamte im öffentlichen Dienst gelten die Vorschriften der Beihilfe.